Bedürfnisse und Rechte der Kinder

Wir nehmen jedes Kind so an, wie es ist, denn die Einmaligkeit eines jeden Kindes verdient Achtung und Wertschätzung. Daraus ergibt sich die aktive, positive Zuwendung und Wärme, aber auch der Freiraum, in Ruhe gelassen zu werden und sich zurückziehen zu können.

Das Kind hat ein Recht auf das Spielen. Das Spiel ist die kindgemäße Betätigungsform, bei der es sich das Spiel und die Spielgefährten selbst auswählen kann. Beim Spielen macht das Kind Erfahrungen, verarbeitet Erlebnisse und lernt Verhaltensweisen kennen.

Spiel ist die tätige Auseinandersetzung des Kindes mit seiner inneren und äußeren Umwelt und ein „Begreifen“ von Zusammenhängen mit allen Sinnen. Wesentlich für das Spiel ist die Handlung und nicht das Ergebnis. Kinder suchen das Vorbild von Kindern, schließen Freundschaften und erproben eigene Stärken und Schwächen.

Für diese Auseinandersetzung benötigen sie Spielkameraden in allen Altersstufen. Ausreichend Zeit und eine vertraute Umgebung gewährleisten ein unbefangenes Spiel. Es übt dabei alle Fähigkeiten und viele Fertigkeiten, überwindet seine Aggressionen und sein „Alleinsein“. Es schafft sich eine eigene Welt und erweitert seine Grundlage zur Intelligenz, Initiative, Selbstsicherheit und Phantasie.

Selbst- und verantwortungsbewusste und engagierte Erzieherinnen können Hilfe und Schutz in unterschiedlichen Situa tionen geben. Das Kind hat ein Recht auf seine Kindheit, auf sein „Sein“ und „Wachsen“ in dieser Zeit und auf Menschen die auf seiner Seite stehen.

Dabei ist unsere Einrichtung als eigenständige Institution zu verstehen, die dem Kind ein altersgemäßes „Sein“ gestattet und ihm ein Ort der Freude, des Schutzes, der Begegnung und Entwicklung bietet.